Ratten-Lobby und Rattenhilfe

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Archive for the 'Forschung, Wissenschaft, Kultur, Presse' Category

Neues Rattenforum online:

Sonntag, August 17th, 2008

Im Raum Kassel haben sich einige Rattenfreunde zusammengeschlossen und für andere Rattenfreunde ein neues Forum gebaut.
Dort gibt es rattige Themen aller Art, Ernährung, Haltungstipps, Verhaltensfragen, Erlebnisse mit und um die Farbratten und ebenfalls eine Rattenvermittlung.
Es ist eine sehr junge und noch sehr kleine Forengemeinde die sich über neue Mitglieder freut.

Filmstart “Ratatouille”: Ratten als Haustiere begehrt

Dienstag, Oktober 9th, 2007

Nur kurze Zeit nach dem Filmstart in Frankreich kam es zu einer Umsatzsteigerung um 40% bei Produkten rund um Farbratten. Nachzulesen z.B. hier: KLICK

Durch den Film wurde die Ratte als Haustier bekannter und beliebter. Ihre guten Eigenschaften wie Intelligenz und Geselligkeit werden mehr und mehr bekannt.

Wir beobachten diese Entwicklung allerdings nicht nur mit Freude:

In erster Linie wird in Zukunft nach sogenannten blaue Dumbo-Ratten gefragt werden. Diese Tiere haben keine normale Ohrstellung mehr, die Ohren stehen eher seitlich und nach unten. Dies führt zu einem Aussehen wie bei einem Babyelefanten oder Schafsgesicht. Das wird vielfach als niedlich emfunden. Welche Auswirkung dieses veränderte Aussehen aber auf die Tiere tatsächlich hat, wissen wir nicht. Es stellt jedenfalls einen erheblichen Eingriff in die natürliche Form des Tieres dar.

Die Farbe blau ist eine der inzwischen zahlreichen Farbvarianten, auch sie ist nicht unumstritten hinsichtlich der unterschiedlichsten gesundheitlichen Probleme.

Wenn nun aber zur Stillung der Nachfrage überall Hobbyzüchter, Zoohändler, Rattenvermehrer und Schulkinder Ratten vermehren um auf dieser Welle mit zu schwimmen und möglichst viele Tiere zu verkaufen, dann können wir uns ausmalen, wie viele Tiere dabei auch auf den Markt geschwemmt werden, die nicht dem Klischee entsprechen, Zuchtausschuß, Überproduktion. Sehr schnell gerät so eine Vermehrung außer Kontrolle, es liegen zwei, drei Würfe da, die niemand mehr haben will. Und dann? Dann dürfen sich in Zukunft Tierheime, Tierschutzorganisationen und Leute mit Rattenverstand dieser Schwemme annehmen. Ähnlich wie der Film um Schweinchen Babe die sogenannten Minischweine oder der Film 1000 und 1 Dalmatiner diese Tiere in Mode gebracht hatte.

Wir würden uns so für die Ratten freuen, wenn ihr wahres Wesen bekannter würde und ihr “Ekeltier”-Ansehen endlich verschwinden würde.  Aber wir müssen leider befürchten, daß eine blaue Ratte auf der Schulter zur Mode wird, die Züchter ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Tiere wild vermehren und schlußendlich die Zahl der heimatsuchenden Ratten ins Unendliche wachsen wird.

Bleibt also nur zu hoffen, daß nach diesem Film die Ratte ihr Image als Ekeltier endlich ablegen kann.

Stiftung Forschung 3R

Donnerstag, August 30th, 2007

Es geht also auch anders: Alternativmethoden zu Tierversuchen. Wir stellen darum hier die Stiftung Forschung 3R vor:

Ausschnitt der Homepage:
Zweck der Stiftung

Die Stiftung Forschung 3R bezweckt, die Forschung auf dem Gebiet der Alternativmethoden zu Tierversuchen durch Finanzierung von Forschungsprojekten zu fördern. Sie unterstützt vordringlich Projekte zur Erforschung neuer Methoden oder zur Weiterentwicklung bekannter Methoden (Validierung von Methoden), welche im Sinne der 3 R (Reduce, Refine, Replace / Vermindern, Verbessern, Vermeiden) gegenüber der heutigen Tierversuchspraxis praktisch anwendbare Verbesserungen versprechen. Die Forschungsprojekte werden nach periodisch festgesetzten Schwerpunkten für die Unterstützung ausgewählt.

20 Jahre Stiftung Forschung 3R: “Gute Forschung mit weniger Tierversuchen”

Donnerstag, August 30th, 2007

Münsingen (ots) - 20 Jahre pionierhafte Forschungsförderung und Dialog im Dienste des Tierschutzes und der Wissenschaft. Dies umschreibt die Tätigkeit der Stiftung Forschung 3R. “Gute Forschung mit weniger Tierversuchen” ist der Titel der Publikumsbroschüre,
welche die Stiftung aus diesem Anlass präsentiert und welche das gedankliche Prinzip der 3 R erläutert, Meilensteine aus 20 Jahren 3-R-Forschung aufzeigt, aber auch darlegt, dass noch viel Raum und Notwendigkeit für weitere 3-R-Forschungsprojekte bestehen.

Replace: Tierversuche wo immer möglich durch andere Methoden
ersetzen.
Reduce:  Die Zahl der Versuchstiere so klein wie möglich
halten.
Refine:  Die Belastung der Tiere minimieren.

Vollständiger Artikel mit vielen Querverweisen: Presseportal gefunden über Google News 

EU-Richtlinie sorg für Anstieg der Tierversuche

Donnerstag, August 30th, 2007

EU-Richtlinie erfordert Tierversuche
Experten erwarten mehr Tierversuche in Deutschland……..
Tierexperimente immer umstritten

Die im Dezember 2006 verabschiedete Richtlinie schreibt dem Blatt zufolge vor, dass die Industrie auch Altchemikalien auf gesundheitliche Risiken und Spätfolgen untersuchen lassen muss. Dafür werden Tests an Mäusen und Ratten durchgeführt, ebenso auf Kaninchen oder Hund verwendet. „Wir erfahren in Deutschland einen starken Gegenwind, wenn wir Tierexperimente durchführen wollen“, sagte Heldmaier, der auch Vizepräsident der Universität Marburg ist. Wenn dieser Widerstand zunehme, könne der Forschungsstandort Deutschland abgehängt werden. Sollten die Genehmigungsverfahren hierzulande immer aufwendiger werden, könnte ein Großteil der tierexperimentellen Forschung ins Ausland abwandern.

Vollständiger Artikel und nachdenkenswerte Kommentare bei Focus Online Wissen

Drastischer Anstieg der Tierversuche befürchtet
meint auch Netzeitung

Mehr Tierversuche durch neue EU-Richtlinie?
fragt N24

……..Die Richtlinie schreibt vor, dass die Industrie auch Altchemikalien auf gesundheitliche Risiken und Spätfolgen untersuchen lassen muss. ……

Alle Artikel gefunden über Google News

Messen gegen Tierversuche

Mittwoch, August 8th, 2007

Hört man das Wort Tierversuche, denkt man erstmal an blutverschmierte Ratten und verängstigte Meerschweinchen. Nicht gerade ein schöner Anblick, doch diese Bilder könnten bald Vergangenheit sein. Die Lösung ist ein neues Messgerät der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kunst, HTWK, das lebende Zellen untersucht. Wie das funktioniert und wie es gegen Tierversuche helfen soll, hat Dorothea Hecht herausgefunden.

Vollständiger Text dieses hoffnungsvollen Artikels: mephisto976.uni-leipzig.de

Berlin: Immer mehr Tiere sterben in Laboren Zahl der Experimente stieg auf 300 000

Mittwoch, August 8th, 2007

……….

Den Hauptanteil an dem Zuwachs von Tierversuchen in der Stadt tragen genveränderte Versuchstiere, vor allem Mäuse und Ratten…….

……….

Dabei steigt die Zahl von Tierversuchen nicht überall. In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Experimente 2006 um 33 000 auf 122 000 zurückgegangen. Die Mainzer Landesregierung fördert die Erforschung von Alternativen, unter anderem mit einem Forschungspreis in Höhe von 20 000 Euro. Ähnliches könnte sich Gesundheitssenatorin Lompscher auch für Berlin vorstellen.
Vollständiger Artikel im Tagesspiegel

Soziale Nager - Ratten kooperieren so selbstlos wie Menschen

Samstag, Juli 7th, 2007

Das Prinzip “Eine Hand wäscht die andere” hat auch bei Ratten seine Gültigkeit.
Die Nager helfen selbstlos auch unbekannten Artgenossen, wenn ihnen in der Vergangenheit selbst einmal geholfen wurde.
Ein solches Kooperationsverhalten war bislang nur von Menschen bekannt, berichten Schweizer Wissenschaftler im Fachblatt “PLoS Biology”.
Der Nachweis des Verhaltens bei Tieren deute darauf hin, dass diese Form von Hilfsbereitschaft keine rein kulturelle Errungenschaft ist, sondern sich im Lauf der Evolution als vorteilhaft erwiesen hat.
………………

Die Tiere kooperieren also getreu dem Motto “Wie du mir, so ich dir” miteinander. Die Forscher nennen dieses Verhalten verallgemeinerte gegenseitige Kooperation, weil die Ratten nicht nur Verwandten helfen oder Artgenossen, die ihnen zuvor geholfen haben, sondern auch gänzlich fremden Ratten.

Vollständiger Text über die sozialen Nager: www.Krone.at


Zahl der Tierversuche in Österreich steigt

Sonntag, Juli 1st, 2007

Passend zu den momentan in Wien zur Vermittlung stehenden Laborratten dieser Artikel, gefunden über Google News:
…………………………………………………..Heimische Tierschützer kritisieren den Trend.
Die Zahl der für Forschungszwecke verwendeten Tiere in Österreich stieg 2006 an. Im Vorjahr wurden 190.121 Tiere verwendet, um 13,6 Prozent mehr als 2005. Das geht aus der am Dienstag in der “Wiener Zeitung” veröffentlichten “Tierversuchsstatistik 2006″ hervor.
………

Erste Reaktionen

……Helmut Appl vom zet kritisierte den massiven Anstieg der Zahlen. Es sei vor allem deswegen erschreckend, weil es immer mehr Alternativmethoden gebe, die entwickelt und auch international behördlich anerkannt würden. Ein Schritt in Richtung Reduzierung von Tierversuchen wäre die Schaffung einer zentralen Tierversuchsdatenbank, in der alle genehmigten und durchgeführten Tierversuche erfasst werden und auf die alle Behörden Zugriff haben…………..

Den vollständigen Artikel, auch mit einem Bild, wie üblicherweise Ratten in Labors gehalten werden, findet sich hier: DiePresse.com

Neue Versuchstiere

Mittwoch, Januar 3rd, 2007

Laborratten für HIV empfänglich gemacht

………

Heidelberg - Aidsforscher stehen seit der Entdeckung des Virus vor 26 Jahren vor einem schwerwiegenden Problem: Ihnen fehlt ein geeignetes Versuchstier, mit dem sich etwa die Wirkung neuer Medikamente prüfen ließe. “Gegenwärtige Tests von Mitteln gegen das HI-Virus werden dadurch behindert, dass es einen Mangel an Kleintieren gibt, die verfügbar und leicht zu handhaben sind”, schreiben Forscher um Christine Goffinet von der Universität Heidelberg in der Wissenschaftszeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences” (PNAS).

Die gewöhnlich in Labors benutzten Ratten und Mäuse werden von dem Aidserreger nicht attackiert. HIV infiziert nur einige Immunzellen des Menschen. Diese lassen sich zwar in Zellkulturen halten und damit für die Forschung nutzen………

……..Die Arbeit ist kein unmittelbarer Fortschritt für Menschen, die an Aids leiden oder mit HIV infiziert sind, sehr wohl bringt es jedoch die Forschung voran………

Vollständiger Artikel www.spiegel.de gefunden über google - news